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Herbstblog

- Herbstliche Gedanken & Rezepte -

von Zarahzeta

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Der Herbst ist da!

 

 

Fotos, Fotografie - Herbst, autumn, Herbstzeit, Herbststimmung, Herbstfarben, Laub, Herbstlaub, Indian Summer, Goldener Oktober ©Zarahzeta2016
Herbstzeit

Und schon ist wieder Herbst! Seit dem 22.09.17 ist er astronomisch da und bleibt bis 20./21.12.17.

 

Der Herbst ist so eine schöne Jahreszeit, in der die Natur ein wunder-schönes Farbenspiel mit gelben, grünen, roten und braunen Farbtönen bietet. Gerade durch diese intensiven Farben wird eine Wärme ausge-strahlt, obwohl die Temperaturen in der Zeit schon stark abgesunken sind und es durch die Herbststürme doch schon sehr kalt werden kann.

 

Jeder kennt den Begriff "Goldener Oktober", der genau daher kommt, dass die Blätter der Bäume sich in der Zeit gelb-rötlich verfärben und im Sonnenschein wie Gold leuchten. So schön dieses Bild auch ist, aber eigentlich hat es ja etwas Trauriges, da die Blätter sich wegen des kürzeren Tageslichts verfärben und kurze Zeit später von den Bäumen abgestoßen werden. Die Blätter werden quasi geopfert, damit die Bäume selbst in den kälteren Jahreszeiten überleben können.

 

Durch das Abstoßen der Blätter reduzieren die Bäume die Oberfläche, über die Wasser verdunsten kann. So können sie besser Wasser einspeichern und den Verbrauch so gering wie möglich halten, was für die Bäume lebensnotwendig ist, da sie bei Kälte weniger bis gar kein Wasser über die Wurzeln aufnehmen.

 

Der Herbst beginnt im September und endet mit dem November. Unzählige Dichter, Maler und andere Künstler wurden und werden immer wieder von dieser farbenprächtigen, kraftvollen aber auch launischen Jahreszeit inspiriert und beschäftigen sich in ihren Werken mit den herbstlichen Eigenschaften.

 

Wie wohltuend, gesund und kraftspendend so ein erfrischender Herbstspaziergang bei strahlend blauem Himmel und Sonnenschein, wo die Herbstfarben am intensivsten sind, sein kann, weiß eigentlich jeder. Man sollte dabei bewusst die deutlich spürbar frischere Herbstluft tief einatmen und die farbenprächtige Natur auf sich einwirken lassen. Und nach dem Spaziergang freut man sich über die gemütliche Atmosphäre zu Hause bei Kerzenschein und einem heißen Getränk. Alleine bei dem Gedanken daran wird einem schon wohlig warm.

 

Mit dem Herbst verbindet man außer dem Abschied vom Sommer, den Herbstfarben, der Gemütlichkeit, dem Laubfall und natürlich den Herbststürmen auch den Begriff „Indian Summer“, der aus Nordamerika stammt. Auf der ganzen Welt ist der „Indian Summer“ bekannt und wird als Sinnbild für den Herbst verstanden und auch benutzt. Woher der Begriff genau kommt, ist nicht geklärt. Man vermutet, das ein Zusammenhang dazu besteht, dass die Indianer hauptsächlich im Herbst gejagt haben.

 

Es gibt überall besondere Riten in dieser Jahreszeit wie hier zum Beispiel das Laternelaufen, das Erntedankfest und die Vorbereitung auf den Winter, indem Obst und Gemüse eingemacht, also quasi die Erntefrüchte des Sommers konserviert werden, um so genügend Vorräte für die kommenden Monate zu haben.

 

Wer kennt nicht die eingelegten Gurken, selbstgemachten Marmeladen, Obst aus dem Einweckglas … Man kann so viele Vorräte aus gesunden, natürlichen Lebensmitteln selbst herstellen, indem man zum Beispiel Obst, Gemüse und sogar Fleisch einmacht/einkocht und in Einweckgläsern lagert. Frische Pilze können getrocknet werden. Man kann Fisch und Gurken in sauer, hartgekochte Eier in einer Salzlösung, Gemüse in Öl einlegen und damit haltbar machen. Es gibt so viele Möglichkeiten.

 

Da ich das Thema „Einmachen/Einkochen von Lebensmitteln“ hochinteressant finde, werde ich mich damit in einem gesonderten Blog sehr ausführlich beschäftigen. Ich werde dort richtig tolle Rezepte und eigene Ideen auspro-bieren, auf jeden Fall über die entstandenen Produkte und meine Erfahrungen berichten und natürlich auch entsprechende Fotos posten. Den neuen Blog wirst Du spätestens zum nächsten Herbst auf meiner Webseite finden.

 

Das Laternelaufen hat mich als Kind auch schon so fasziniert. So viele Menschen, die im Dunkeln zusammen kommen, Laternen und Fackeln anzünden, gemeinsam spazieren gehen und dabei singen. Obwohl es beim Laternelaufen kalt ist, entsteht durch diese Gemeinsamkeit der Menschen, den Gesang und die vielen bunten Laternenlichter im Dunkeln eine Wärme und Geborgenheit. Jedesmal ist es ein magischer Moment, der die Augen aller Kinder zum Leuchten bringt und auch die Erwachsenen innehalten lässt.

 

Der Ursprung des Laternelaufens ist nicht bekannt. Wie auch immer dieser Brauch entstanden ist, wurde er meiner Meinung nach beibehalten, da er den Menschen durch das warme Licht, den Gesang und die entstehende Gemeinsamkeit und Geborgenheit in dem Moment Mut und Kraft für die kalte, dunkle Jahreszeit gegeben hat und immer noch gibt.

 

Im Falle des „Erntedankfestes“ verrät ja eigentlich schon das Wort selbst die Bedeutung. Bei diesem Fest wird für den Ertrag der Ernte gedankt. Es ist ein christliches Fest, wo in Kirchen feierlich geerntete Früchte als Dankesgaben niedergelegt werden. Es finden zum Erntedankfest vielerorts Festumzüge mit festlich geschmückten Wagen und Spielmannszügen statt, bei denen oftmals eine sogenannte „Erntekrone“ als Symbol durch die Gemeinde getragen oder gefahren wird. Es werden auch sogenannte „Ernteköniginnen“ gewählt, die dann während des Festumzuges eine Erntekrone als Kopfschmuck tragen.

 

In den Vereinigten Staaten und Kanada gibt es das „Thanksgiving“, dass dort im Vergleich zu Deutschland eine sehr viel wichtigere und festlichere Bedeutung hat und zumindest in den Vereinigten Staaten ein staatlicher Feiertag ist. Es ist für die Amerikaner eigentlich das wichtigste Fest im Jahr, an dem die Familien zusammenkommen und feiern. Zum Thanksgiving gibt es üblicherweise ein sehr üppiges Abendessen/Festmahl, bei dem es traditionell einen gefüllten „Truthahn“ als Hauptspeise gibt.

 

Dann gibt es noch das sich hier inzwischen auch etablierte kürbisreiche Halloween, wo kleine Gespenster durch die Straßen von Haus zu Haus huschen und mit Süßigkeiten belohnt werden. ;) Halloween findet am Abend des 31. Oktober statt. Dabei handelt es sich um ein altes Volksbrauchtum, das aus Irland stammt und ganz ursprünglich wohl zum Gedenken an die Verstorbenen entstanden ist. Die Halloween-Verkleidungen stellen Figuren und Symbole aus der Geisterwelt dar und sollen die richtigen, bösen Geister vertreiben, indem ihnen durch die Verkleidungen Angst eingejagt wird.

 

Das wohl bekannteste Symbol für Halloween ist der Kürbis. Bei einer Halloween-Dekoration dürfen ausgehöhlte Kürbisse mit ausgeschnitzten Fratzen nicht fehlen, die von innen mit einer Kerze beleuchtet werden. Aber auch zum Beispiel Totenköpfe, Skelette, Spinnen, Gespenster, Särge, Kreuze und Fledermäuse sind typische Dekorations- und Verkleidungsmaterialien.

 

Der Herbst bietet auch kulinarische Besonderheiten. Zum Beispiel beginnt mit dem ersten Frost die Grünkohlzeit. Oder Pilze, die gerade im September und Oktober wachsen und frisch zubereitet einfach ein wahrer Genuss sind. Leckere Kürbissuppen und Eintöpfe sind ebenfalls typische Herbstgerichte und dürfen auf keiner Speisekarte fehlen. Überhaupt gehören insbesondere deftigere Gerichte zu dieser Jahreszeit, um so genügend Kraft und Speckvorrat für den Winter anzulegen. Was gibt es nicht alles für tolle Herbstgerichte, von denen ich nachfolgend einfach mal ein paar aufgeführt habe.

 

Ich wünsche Dir auf jeden Fall eine richtig schöne, gemütliche und kulinarisch genüssliche Herbstzeit! :)

 

©Zarahzeta2017

Fotos, Fotografie - Herbst, autumn, Herbstzeit, Herbststimmung, Herbstfarben, Laub, Herbstlaub, Indian Summer, Goldener Oktober, Baumkronen, Blätterdach, Blätter ©Zarahzeta2016
Herbstbilder
Fotos, Fotografie - Herbst, autumn, Herbstzeit, Herbststimmung, Herbstgerichte, Pilzgerichte, Champignonpfanne, Pilze, braune Champignons ©Zarahzeta2016
Pilzgericht
Fotos, Fotografie - Herbst, autumn, Herbstzeit, Herbststimmung, Herbstgerichte, Grünkohl, Kochwurst, deftig. lecker ©Zarahzeta2016
Grünkohlzeit

 

 

Pilzpfanne, Pilze in Rahmsoße

 

Passend zur Herbstzeit! :)

 

Ich habe in diesem Fall braune Champignons gewählt, die etwas geschmacksintensiver sind als weiße Cham- pignons. Die Pilze werden gesäubert und dann zusammen mit Zwiebeln und Schinkenspeck in der Pfanne erst scharf angebraten, bis sie etwas Bräune bekommen haben, und dann bei kleiner Hitze möglichst abgedeckt geköchelt, bis sie weich sind. (Ich persönlich lasse die Pilze immer gerne ganz und die Zwiebeln grob geschnitten, man kann aber alles natürlich auch feiner zerkleinern.)

 

Zum Schluss noch etwas frischen Knoblauch mit in die Pfanne geben, alles zusammen nochmal kurz aufköcheln lassen, dann mit Salz und Pfeffer abschmecken und frische Petersilie hinzugeben. Wer die Pilze in einer leckeren Rahmsoße haben möchte, kann zusätzlich Schmand einrühren. Die fertigen Pilze kann man nun zum Beispiel zusammen mit Baguettebrot oder Nudeln genießen. Guten Appetit! :)

26.09.16 ©Zarahzeta2016

 

 

(Variante: Pilze mit Lauchzwiebeln

 

Die Pilze wie oben alternativ mit Lauchzwiebeln anstelle normalen Zwiebeln zubereiten. Hier kann man auch sehr schön mit Soja- und Austernsoße abschmecken, um so ein asiaitisches Gericht zu erhalten.)

 

 

Fotos, Fotografie - Herbst, autumn, Herbstzeit, Herbststimmung, Herbstgerichte, Grünkohl, Kochwurst, deftig. lecker ©Zarahzeta2016
Grünkohlzeit

 

Grünkohl mit Kasslernacken und Kochwurst

 

Wie bereits erwähnt: mit dem ersten Frost beginnt die Grünkohlzeit im Herbst.

 

Für das Gericht kann man selbstverständlich frischen Grünkohl nehmen und den einkochen. Ich persönlich greife in dem Fall dann aber aus Zeit- gründen tatsächlich doch einmal auf fertigen Grünkohl zurück.

 

Die Kasslernacken (Menge nach Bedarf) mit Zwiebeln in dem Topf anbraten und mit etwas Gemüsebrühe ablöschen. Man sollte wirklich nur etwas Gemüsebrühe nehmen, da das Kassler an sich schon salzig ist. Dann den fertigen Grünkohl hinzugeben und alles zusammen aufkochen lassen, bis auch der Grünkohl heiß ist. Nun die Kochwürste so in den Grünkohl stecken, dass sie vollkommen bedeckt sind, und alles zusammen ca. dreißig Minuten bei mittlerer Hitze köcheln lassen.

 

Zu dem fertigen Grünkohl passen Salzkartoffeln oder aber auch Bratkartoffeln. Die gekochten Kartoffeln schmecken übrigens besonders gut, wenn sie nach dem Kochen noch einmal in der Pfanne etwas angebraten werden. Es gibt auch noch die Variante mit süßen Kartoffeln. In dem Fall werden die fertiggekochten Salzkartoffeln zusammen mit ordentlich Zucker in der Pfanne angebraten. Der Zucker karamellisiert, und die Kartoffeln werden dadurch beson- ders kross.

 

Eigentlich gehört zu einem traditionellem Grünkohl auch noch Schweinebacke dazu, die jeder natürlich nach Geschmack ebenfalls mit den Kochwürsten zusammen in den Grünkohl geben kann.

 

Dann noch bei Bedarf etwas Senf und Ketchup für das Fleisch und die Wurst bereitstellen, und fertig ist ein richtig leckeres und für die herbstliche Jahreszeit absolut passendes Grünkohlgericht. Guten Appetit!

 

 

25.10.16 ©Zarahzeta2016

 

 

 

P.S.: Weitere Rezeptvorschläge kannst Du übrigens auch in meiner Rubrik Kunst & Genuss finden. Schau doch einfach mal rein! :)

 


 

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