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Der ganz normale Irrenalltag.

- Erlebnisberichte -

Texte, Erfahrungsberichte, Beobachtungen von Zarahzeta

Zarahzeta® ist ein eingetragenes Markenzeichen.

 

 

 

 

Es ist wirklich so: Gerade das wahre Leben erzählt die besten Geschichten. Im ganz normalen Alltag ergeben sich oft irrsinnige, skurrile Momente, die belustigen, aber auch stark am Verstand und der Logik zweifeln lassen.

 

Ich schildere hier derartige, kurze Situationen, die sich tatsächlich so begeben haben. :)

 

 

Neuer Beitrag:

Das Wartezimmer.

 

Blog, Texte, Geschichten, Anekdoten, Berichte, Gedanken, Irrenalltag, Skurrilitäten, lustig, Humor, Alltag, Straßenverkehr, Irrsinn, Geschriebenes, Polizei, Polizeiwagen ©Zarahzeta2015

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Das Wartezimmer

Ich glaube, das Thema Wartezimmer wird eines meiner neuen Steckenpferde. Es lohnt sich wirklich, eine bestimmte Szenerie ganz genau zu beobachten, insbesondere wenn über einen gewissen Zeit-raum wildfremde Menschen in einem Raum zusammen warten müs-sen. Dabei hilft bei mir ungemein auch noch die Tatsache, dass ich zu der smartphone-losen Spezies gehöre und mich generell lieber auf meine Umwelt konzentriere. ^^

 

Aber von Anfang an:

 

Ich hatte einen Arzttermin und bin 20 Minuten zu früh in der Praxis angekommen. Es war mir also klar, dass ich so oder so warten musste.

 

Da es wohl ein kleines EDV-Problem am Empfangstresen gab, musste ich gleich schon zu Beginn einen kleinen Moment warten. Dabei fiel mir eine der Sprechstundenhilfen auf, die besonders quirlig und aufgedreht war. Sie war am lautesten, redete ständig und wuselte in einer Tour herum. Während sie mit ihren Kolleginnen sprach, stopfte sie sich andauernd irgendwelche Süßigkeiten in den Mund und schmatzte laut beim Sprechen. Ich hab sie nur in Bewegung gesehen, und als ich mich schließlich zum Termin anmelden konnte, riss sie im Hintergrund laut irgendwelches Papier aus dem Drucker und redete mit sich selbst. Die Kollegin mit der ich gerade sprach, ließ sich von dem Geräuschpegel nicht beirren und gab meine Daten ein.

 

Das mittelgroße Wartezimmer war fast voll. Ich bemerkte gleich als Erstes das merkwürdige Verhalten einer Frau mit dicker Brille, die schräg gegenüber von mir breitbeinig auf einem Stuhl saß und sich demonstrativ zu mir drehte, als ich mich auf meinen Stuhl setzte. Sie verharrte so, während sie Ihren linken Arm auf Ihrem Bein abstützte, und starrte mich regelrecht an. Nicht nur, dass die Situation so schon komisch war, nun schoss mir auch noch der Begriff „Glotzfrosch“ durch den Kopf, und ich musste mich wirklich beherrschen, nicht laut loszulachen.

 

Um nicht womöglich noch einen Lachanfall zu bekommen, ignorierte ich diese Frau einfach und betrachtete kurz die anderen Wartenden, von denen ca. 2/3 mit ihrem Smartphone beschäftigt waren. Eine Frau auf der linken Seite des Wartezimmers las ein mitgebrachtes Buch und machte sich ständig Notizen. Ich fand es erstaunlich, wie konzentriert sie dabei war, da ich für so etwas absolute Ruhe bräuchte. Zwei Plätze weiter rechts neben mir beschäftigte sich eine Frau mit Wollmütze und noch angezogener Jacke mit einer Zeitschrift über Möbel und Inneneinrichtungen.

 

Es war für einen kurzen Moment richtig ruhig in dem Raum, und ich machte die Augen zu, um ein wenig zu dösen. Aber es dauerte nicht lange, da machten meinem rechten Sitznachbarn laute Bauchgeräusche zu schaffen. Ich hatte mich schon fast an diese Geräusche gewöhnt und war schon wieder fast am Wegdösen, da riss eine der Wartenden ihre Handtasche mit Klettverschluss laut auf, um ein Taschentuch herauszuholen. Ich hatte mich durch das laute Geräusch etwas erschrocken und schaute kurz um mich herum, aber es hatte sich ansonsten nichts weiter verändert, außer dass der Glotzfrosch sich wieder weggedreht hatte.

 

Ein neuer Patient kam mit offenem Hosenreißverschluss ins Wartezimmer, setzte sich auf den Stuhl links neben mir und holte sein Smartphone heraus. Ich hatte noch kurz überlegt, ihn darauf hinzuweisen, hatte mich dann aber doch entschieden, nicht noch unnötig die Aufmerksamkeit auf ihn zu lenken, da die anderen das ja vielleicht gar nicht so mitbekommen hatten.

 

Die Tür ging auf, und ein Mann wurde zum Arzt gerufen. Der Wartende rechts neben mir kämpfte immer noch mit seinen Bauchgeräuschen. Die Frau mit der Klettverschluss-Handtasche riss diese erneut laut auf, um ihr Smartphone zu verstauen. Ich überlegte gerade, wie man so eine Handtasche überhaupt kaufen kann, da stand die Frau mit Wollmütze, Jacke und der Möbelzeitschrift auf und verabschiedete sich. Ich fragte mich, ob diese Frau da die ganze Zeit nur gesessen hatte wegen der Zeitschrift oder um sich aufzuwärmen.

 

Nun stand der Glotzfrosch auf und ging raus. Man hörte irgendwelche Diskussionen über Wartezeiten draußen am Tresen. Kurz danach kam der Glotzfrosch schnaufend zurück und setzte sich wieder. Demonstrativ atmetet sie noch ein paarmal schwer durch, damit auch wirklich jeder im Wartezimmer mitbekam, dass ihr das Ganze nicht passte.

 

Man hörte plötzlich ein Foto-Klicken, und fast jeder im Wartezimmer schaute kurz auf, woher das Geräusch kam. Eine junge Frau machte Fotos von Bildern aus einer Zeitschrift. Dann vernahm man wieder die laute Klettverschluss-Handtasche, da das Smartphone erneut herausgeholt wurde. Ein Patient kam vom Arzt zurück, um seine Jacke zu holen und schmiss dabei einen Bügel mit Jacke runter. Während der Mann an der Garderobe herumwurschtelte, ging die Tür auf, und ein Vater mit seinem kleinen, ca. 9 Jahre alten Sohn kam herein. Beide setzten sich auf die rechte Seite des Wartezimmers. Der Vater holte sein Smartphone heraus, um sich damit zu beschäftigen, und der Sohn saß einfach nur kerzengerade auf seinem Stuhl. Als ich kurz rüber blickte, bemerkte ich, dass der Kleine mich direkt ansah und auch nicht wegschaute. Langsam fing ich an, zu grübeln, ob an dem Tag irgendwas mit meinem Gesicht nicht in Ordnung war.

 

Ein junges, hübsches und sehr modisch gestyltes Mädchen mit schwarzem Minirock und dicken, langen und schwarzen Baumwoll-Leggings darunter öffnete die Tür und ging zur Garderobe, um ihre Jacke dort aufzuhängen. Der Vater und der kleine Junge stierten beide regelrecht auf ihren Hintern, als sie mit dem Rücken zu ihnen stand, dass es schon widerlich war. Als sie sich umdrehte, um rauszugehen, hatte der Vater schnell wieder auf sein Smartphone und der Sohn auf den Boden geschaut, um ihr gleich wieder nachzustarren, als sie an ihnen vorbei war. Mir war ein solches Verhalten fremd und peinlich und fand es gerade im Hinblick auf den kleinen Jungen erziehungstechnisch äußerst bedenklich.

 

Der Glotzfrosch wurde nun endlich zum Arzt gerufen, und die Frau stampfte murmelnd und schnaufend aus dem Wartezimmers und zeigte ihren Unmut auch noch einmal, indem sie die Wartezimmertür richtig kräftig hinter sich zuzog. Die Tür wurde dann aber gleich wieder geöffnet und zwei weitere Patientinnen kamen herein. Eine von ihnen hatte Ganzkörper-Regenschutzkleidung an, die sie an der Garderobe auszog. Dabei bückte sie sich und wieder starrten Vater und Sohn die ganze Zeit unverhohlen der Frau auf den Hintern. Auch als ihr ebenfalls ein Bügel an der Garderobe herunterfiel und sie sich wieder bücken musste. Als sie fertig war und sich umdrehte, schauten beide wieder schnell auf das Smartphone bzw. den Boden. Ich war einfach nur fassungslos und wütend über diesen asozialen Typen mit seinem Sohn.

 

Dann war für einen Moment wieder Ruhe. Die andere Patientin hatte sich hinten in der Ecke neben einem großen Benjamin gesetzt und las ebenfalls in einem Buch. Ein Blatt von der Pflanze löste sich von ganz oben und landete direkt auf ihrem Buch. Sie schaute das Blatt an, dann nach oben und anschließend in den Raum, ob jemand das mitbekommen hatte. Sie lächelte mir zu und sagte scherzhaft, dass sie sich vielleicht lieber umsetzen sollte, da es ansonsten eventuell noch gefährlich für sie werden könnte.

 

Dann sollte ich zum Arzt rein.

 

Alles in allem fand ich die Zeit im Wartezimmer sehr spannend, und ich habe einiges an Eindrücken mitgenommen. Lustig war dann auch noch, als ich nach dem Arzttermin mein Rezept gleich einlösen wollte, dort in der Apotheke bei mir das Bankkarten-Lesegerät den Geist aufgab und einen Systemfehler anzeigte. Der überaus gut gelaunte und sehr freundliche Apotheker fand es auch interessant, da das so gut wie noch nie vorgekommen sei. Er musste das ganze System neu starten und hatte mir für die Wartezeit noch ein kleines Pflegeprodukt zum Ausprobieren geschenkt. :)

 22.01.18 ©Zarahzeta2018

 

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Geschriebenes Lesen & Erfahren

Zarahzeta ©Zarahzeta2014

Inhaltsverzeichnis

 

Es kann schon lustig werden, wenn Chaos, Irrsinn, Verstand und Logik aufeinandertreffen. ;)

 

 

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Alle Beiträge im Überblick:

 

- Benzinpanne

- Chaos pur

- Der Parkplatz - Die Kunst des Parkens!

- Der Vorführeffekt

- Eingeparkt

- Sturheit im Straßenverkehr

- Verbotsschilder oder "Erlaubt"-Schilder?

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Neulich beim Arzt ...

alltäglicher Irrsinn, Slapstick

 

 

Das Wartezimmer

 

Ich glaube, das Thema Wartezimmer wird eines meiner neuen Steckenpferde. Es lohnt sich wirklich, eine bestimmte Szenerie ganz genau zu beobachten, insbesondere wenn über einen gewissen Zeitraum wildfremde Menschen in einem Raum zusammen warten müssen. Dabei hilft bei mir ungemein auch noch die Tatsache, dass ich zu der smartphone-losen Spezies gehöre und mich generell lieber auf meine Umwelt konzentriere. ^^

 

Aber von Anfang an:

 

Ich hatte einen Arzttermin und bin 20 Minuten zu früh in der Praxis angekommen. Es war mir also klar, dass ich so oder so warten musste.

 

Da es wohl ein kleines EDV-Problem am Empfangstresen gab, musste ich gleich schon zu Beginn einen kleinen Moment warten. Dabei fiel mir eine der Sprechstundenhilfen auf, die besonders quirlig und aufgedreht war. Sie war am lautesten, redete ständig und wuselte in einer Tour herum. Während sie mit ihren Kolleginnen sprach, stopfte sie sich andauernd irgendwelche Süßigkeiten in den Mund und schmatzte laut beim Sprechen. Ich hab sie nur in Bewegung gesehen, und als ich mich schließlich zum Termin anmelden konnte, riss sie im Hintergrund laut irgendwelches Papier aus dem Drucker und redete mit sich selbst. Die Kollegin mit der ich gerade sprach, ließ sich von dem Geräuschpegel nicht beirren und gab meine Daten ein.

 

Das mittelgroße Wartezimmer war fast voll. Ich bemerkte gleich als Erstes das merkwürdige Verhalten einer Frau mit dicker Brille, die schräg gegenüber von mir breitbeinig auf einem Stuhl saß und sich demonstrativ zu mir drehte, als ich mich auf meinen Stuhl setzte. Sie verharrte so, während sie Ihren linken Arm auf Ihrem Bein abstützte, und starrte mich regelrecht an. Nicht nur, dass die Situation so schon komisch war, nun schoss mir auch noch der Begriff „Glotzfrosch“ durch den Kopf, und ich musste mich wirklich beherrschen, nicht laut loszulachen.

 

Um nicht womöglich noch einen Lachanfall zu bekommen, ignorierte ich diese Frau einfach und betrachtete kurz die anderen Wartenden, von denen ca. 2/3 mit ihrem Smartphone beschäftigt waren. Eine Frau auf der linken Seite des Wartezimmers las ein mitgebrachtes Buch und machte sich ständig Notizen. Ich fand es erstaunlich, wie konzentriert sie dabei war, da ich für so etwas absolute Ruhe bräuchte. Zwei Plätze weiter rechts neben mir beschäftigte sich eine Frau mit Wollmütze und noch angezogener Jacke mit einer Zeitschrift über Möbel und Inneneinrichtungen.

 

Es war für einen kurzen Moment richtig ruhig in dem Raum, und ich machte die Augen zu, um ein wenig zu dösen. Aber es dauerte nicht lange, da machten meinem rechten Sitznachbarn laute Bauchgeräusche zu schaffen. Ich hatte mich schon fast an diese Geräusche gewöhnt und war schon wieder fast am Wegdösen, da riss eine der Wartenden ihre Handtasche mit Klettverschluss laut auf, um ein Taschentuch herauszuholen. Ich hatte mich durch das laute Geräusch etwas erschrocken und schaute kurz um mich herum, aber es hatte sich ansonsten nichts weiter verändert, außer dass der Glotzfrosch sich wieder weggedreht hatte.

 

Ein neuer Patient kam mit offenem Hosenreißverschluss ins Wartezimmer, setzte sich auf den Stuhl links neben mir und holte sein Smartphone heraus. Ich hatte noch kurz überlegt, ihn darauf hinzuweisen, hatte mich dann aber doch entschieden, nicht noch unnötig die Aufmerksamkeit auf ihn zu lenken, da die anderen das ja vielleicht gar nicht so mitbekommen hatten.

 

Die Tür ging auf, und ein Mann wurde zum Arzt gerufen. Der Wartende rechts neben mir kämpfte immer noch mit seinen Bauchgeräuschen. Die Frau mit der Klettverschluss-Handtasche riss diese erneut laut auf, um ihr Smartphone zu verstauen. Ich überlegte gerade, wie man so eine Handtasche überhaupt kaufen kann, da stand die Frau mit Wollmütze, Jacke und der Möbelzeitschrift auf und verabschiedete sich. Ich fragte mich, ob diese Frau da die ganze Zeit nur gesessen hatte wegen der Zeitschrift oder um sich aufzuwärmen.

 

Nun stand der Glotzfrosch auf und ging raus. Man hörte irgendwelche Diskussionen über Wartezeiten draußen am Tresen. Kurz danach kam der Glotzfrosch schnaufend zurück und setzte sich wieder. Demonstrativ atmetet sie noch ein paarmal schwer durch, damit auch wirklich jeder im Wartezimmer mitbekam, dass ihr das Ganze nicht passte.

 

Man hörte plötzlich ein Foto-Klicken, und fast jeder im Wartezimmer schaute kurz auf, woher das Geräusch kam. Eine junge Frau machte Fotos von Bildern aus einer Zeitschrift. Dann vernahm man wieder die laute Klettverschluss-Handtasche, da das Smartphone erneut herausgeholt wurde. Ein Patient kam vom Arzt zurück, um seine Jacke zu holen und schmiss dabei einen Bügel mit Jacke runter. Während der Mann an der Garderobe herumwurschtelte, ging die Tür auf, und ein Vater mit seinem kleinen, ca. 9 Jahre alten Sohn kam herein. Beide setzten sich auf die rechte Seite des Wartezimmers. Der Vater holte sein Smartphone heraus, um sich damit zu beschäftigen, und der Sohn saß einfach nur kerzengerade auf seinem Stuhl. Als ich kurz rüber blickte, bemerkte ich, dass der Kleine mich direkt ansah und auch nicht wegschaute. Langsam fing ich an, zu grübeln, ob an dem Tag irgendwas mit meinem Gesicht nicht in Ordnung war.

 

Ein junges, hübsches und sehr modisch gestyltes Mädchen mit schwarzem Minirock und dicken, langen und schwarzen Baumwoll-Leggings darunter öffnete die Tür und ging zur Garderobe, um ihre Jacke dort aufzuhängen. Der Vater und der kleine Junge stierten beide regelrecht auf ihren Hintern, als sie mit dem Rücken zu ihnen stand, dass es schon widerlich war. Als sie sich umdrehte, um rauszugehen, hatte der Vater schnell wieder auf sein Smartphone und der Sohn auf den Boden geschaut, um ihr gleich wieder nachzustarren, als sie an ihnen vorbei war. Mir war ein solches Verhalten fremd und peinlich und fand es gerade im Hinblick auf den kleinen Jungen erziehungstechnisch äußerst bedenklich.

 

Der Glotzfrosch wurde nun endlich zum Arzt gerufen, und die Frau stampfte murmelnd und schnaufend aus dem Wartezimmers und zeigte ihren Unmut auch noch einmal, indem sie die Wartezimmertür richtig kräftig hinter sich zuzog. Die Tür wurde dann aber gleich wieder geöffnet und zwei weitere Patientinnen kamen herein. Eine von ihnen hatte Ganzkörper-Regenschutzkleidung an, die sie an der Garderobe auszog. Dabei bückte sie sich und wieder starrten Vater und Sohn die ganze Zeit unverhohlen der Frau auf den Hintern. Auch als ihr ebenfalls ein Bügel an der Garderobe herunterfiel und sie sich wieder bücken musste. Als sie fertig war und sich umdrehte, schauten beide wieder schnell auf das Smartphone bzw. den Boden. Ich war einfach nur fassungslos und wütend über diesen asozialen Typen mit seinem Sohn.

 

Dann war für einen Moment wieder Ruhe. Die andere Patientin hatte sich hinten in der Ecke neben einem großen Benjamin gesetzt und las ebenfalls in einem Buch. Ein Blatt von der Pflanze löste sich von ganz oben und landete direkt auf ihrem Buch. Sie schaute das Blatt an, dann nach oben und anschließend in den Raum, ob jemand das mitbekommen hatte. Sie lächelte mir zu und sagte scherzhaft, dass sie sich vielleicht lieber umsetzen sollte, da es ansonsten eventuell noch gefährlich für sie werden könnte.

 

Dann sollte ich zum Arzt rein.

 

Alles in allem fand ich die Zeit im Wartezimmer sehr spannend, und ich habe einiges an Eindrücken mitgenommen. Lustig war dann auch noch, als ich nach dem Arzttermin mein Rezept gleich einlösen wollte, dort in der Apotheke bei mir das Bankkarten-Lesegerät den Geist aufgab und einen Systemfehler anzeigte. Der überaus gut gelaunte und sehr freundliche Apotheker fand es auch interessant, da das so gut wie noch nie vorgekommen sei. Er musste das ganze System neu starten und hatte mir für die Wartezeit noch ein kleines Pflegeprodukt zum Ausprobieren

geschenkt. :)

22.01.18 ©Zarahzeta2018

 

 

Benzinpanne

 

Wie es der Zufall wollte, schaute ich vor ein paar Tagen aus dem Fenster und erblickte einen Wagen, der auf der rechten Seite der vierspurigen Hauptstraße vor dem Haus zu parken schien. Der Fahrer des Wagens war jedenfalls nirgendwo zu sehen, und Warnblinker waren auch nicht eingeschaltet.

 

Einige Minuten später hielt dann allerdings ein zweiter PKW mit eingeschalteter Warnblinkanlage hinter dem ge- parkten Auto. Es waren zwei Frauen, von denen eine aus der Beifahrertür ausstieg und bewaffnet mit einer Plastiktüte und einem Benzinkanister zum Fahrzeug ging. Es war offensichtlich die dazugehörige Fahrerin, der wohl das Benzin beim Fahren ausgegangen war.

 

Während ich überlegte, was die Frau bloß mit dieser Plastiktüte vorhaben könnte, hatte diese zunächst erhebliche Schwierigkeiten, den Tankdeckel aufzubekommen. Ich wollte ihr schon zu Hilfe eilen, da schaffte sie es dann aber doch. Nun riss sie umständlich an der Tüte herum, bis sie am unteren Ende ein Loch hatte, und stopfte diese dann zu meiner großen Verwunderung bis zur Hälfte in den Tank.

 

Die Frau versuchte daraufhin, Benzin aus dem Kanister über die Tüte in den Tank zu kippen, was ihr aber völlig misslang. Das Benzin lief an ihrem Wagen runter und hinterließ auf der Straße eine Riesenpfütze. Obwohl eigentlich kaum Benzin im Tank gelandet war, unternahm die Frau trotzdem einen Startversuch, nachdem sie den Benzinkanister und die mit Benzin durchtränkte Tüte auf die Rücksitzbank gelegt hatte. Aber das Auto sprang nicht an ... mangels Benzin.

 

Die Frau stieg wieder aus, signalisierte der anderen Fahrerin, dass es so nicht funktioniert hat, schloss ihr Fahrzeug ab, stieg zurück in den zweiten Wagen und beide Frauen fuhren weg.

 

Nach einigen Minuten kamen sie zurück, hielten wieder mit Warnblinkanlage hinter dem Benzinpannenauto, und die „Pannen-“Frau stieg mit einem kleinen, roten Trichter aus dem Auto. Bei der Größe des Trichters war mir gleich klar, dass auch der zweite Versuch nicht funktionieren konnte. Und es kam auch so. Da der mitgebrachte Trichter viel zu klein war, schwappte wieder alles Benzin über, und die Pfütze um das „Pannen-“Auto herum wurde immer größer.

 

Ich machte mir nun langsam ernsthaft Sorgen und wollte mir gar nicht erst ausmalen, was in Anbetracht des ganzen Benzins und der Tatsache, dass der Wagen äußerst ungünstig auf einer vielbefahrenen Hauptstraße liegengeblieben ist, noch passieren könnte. Alleine der Gestank nach Benzin muss immens gewesen sein, denn im Wagen lag ja noch die Tüte, am und unter dem Auto war alles voller Benzin und die Frau selbst hatte durch das Überschwappen auch einiges davon abbekommen.

 

Nun gab es eine längere Diskussion zwischen den beiden Frauen im zweiten Fahrzeug. Nach einiger Zeit stieg die Frau mit der Benzinpanne wieder aus, machte ihren Kofferraum auf und, siehe da: sie holte einen zum Ben- zinkanister gehörigen Einlauftrichter hervor. Ohne Probleme konnte sie damit das Benzin in den Tank füllen, das Auto sprang an und beide Frauen konnten nach Hause fahren.

 

Nach einigem Überlegen gehe ich mal davon aus, dass die Tankanzeige kaputt gewesen sein musste, da es ansonsten schwierig vorstellbar ist, wie jemandem das Benzin in einer Großstadt mit vielen Tankstellen ausgehen kann. Die Idee mit der Tüte und dem Trichter find ich nach wie vor erstaunlich, und ich muss ehrlich gesagt noch heute über die schon etwas slapstickartige Aktion schmunzeln, obwohl es allerdings auch hätte böse ins Auge gehen können.

 

Außerdem hoffe ich ganz stark, dass die Fahrerin des Pannenautos keine Raucherin war, die sich nach dem gan-

zen Stress auf dem Nachhauseweg womöglich noch eine Zigarette angezündet hat. ;)

 

09.05.17 Zarahzeta2017

 

 

Blog, Texte, Geschichten, Anekdoten, Berichte, Gedanken, Irrenalltag, Skurrilitäten, lustig, Humor, Alltag, Straßenverkehr, Irrsinn, Geschriebenes, Chaos, Postbote, Paketdienst, Einschreiben ©Zarahzeta2016

Chaos pur!

 

Am 05.10.16 fand ich in meinem Briefkasten eine gelbe, an mich ge- richtete Benachrichtigungskarte vom Paketdienst vor, wo drauf stand, dass meine Lieferung da sei. Des Weiteren lag noch eine weiße Em- pfangsbescheinigung über ein Einwurfeinschreiben bei.

 

Auf der gelben Benachrichtigungskarte war alles durchgestrichen und handschriftlich vermerkt, dass ich doch bitte „den Schein vom Ein- schreiben dem Kollegen“ geben sollte. (?)

 

Die weiße Empfangsbescheinigung war bereits vom Paketdienst gegengezeichnet, dass die Lieferung zugestellt wurde. Weiter unten war noch ein Unterschriftenfeld für mich als Empfänger, wo ich gegenzeichnen sollte, dass ich die Lieferung bekommen habe. Ansonsten stand vorne noch ein vorgedruckter Vermerk, dass der Beleg bitte nicht nach Mannheim geschickt werden soll, wenn es sich um einen Beleg für benachrichtigte oder zurückgesandte Sendungen handelt.

 

Da ich außer diesen beiden Zettel nichts weiter in meinem Briefkasten vorgefunden hatte und auch überhaupt keine Ahnung hatte, um was für ein Schreiben oder eine Lieferung es sich handeln könnte, war ich nun die ganze Zeit am Überlegen,

a) was das wohl sein könnte.

b) warum das Einwurfeinschreiben, denn nicht in meinen Briefkasten eingeworfen wurde.

c) welchem Kollegen ich denn bloß nun diesen weißen Schein geben sollte.

d) wo das Einschreiben abgeblieben war bzw. wann ich dieses bekommen würde.

e) warum eine Empfangsbestätigung für etwas noch nicht Zugestelltes in meinem Briefkasten lag, die ich bei Empfang der Lieferung hätte gegenzeichnen sollen.

f) warum ich überhaupt den Empfang eines Einwurfeinschreibens bestätigen sollte.

 

Ich bin dann erst einmal davon ausgegangen, dass der Paketbote wohl etwas durcheinander gewesen war und der Paketdienst noch einmal vorbeikommen würde, um mir das angekündigte Einwurfeinschreiben zuzustellen.

 

Am nächsten Tag traf ich zufällig meinen direkten Nachbarn im Treppenhaus, der mir erzählte, dass der reguläre Postbote bei ihm gerade geklingelt und nach einer weißen Empfangsbescheinigung gefragt hätte, die fälsch-licherweise bei ihm eingeworfen worden wäre. Es würde sich um ein Einschreiben für den Herrn X handeln, welches diesem aber schon zugestellt worden sei, und der Postbote bräuchte nun dringend diesen falschen Schein zurück.

 

Die Verwirrung war komplett, denn nicht nur, dass offensichtlich das besagte Einwurfeinschreiben gar nicht für mich war und nicht der eigentliche Empfänger, sondern ich als Nachbarin eine an sich überhaupt schon überflüssige Benachrichtigungskarte und Empfangsbescheinigung hierüber bekommen hatte. Nun musste auch noch der auf der Paketkarte erwähnte „Kollege“, also der Postbote, herausfinden, bei wem die falsche Empfangsbescheinigung eingesteckt worden war.

 

Auf jeden Fall war der Postbote mehr als dankbar, als ich ihm dann am nächsten Tag die von ihm verzweifelt gesuchte falsche Empfangsbescheinigung zurückgegeben hatte. Erst als er schon weg war, hatte ich dann allerdings gesehen, dass er mir die Post von jemandem aus dem Nachbarhaus in meinen Briefkasten gesteckt hat-

te …

08.10.16©Zarahzeta2016

 

 

Verbotsschilder oder "Erlaubt"-Schilder?

 

Verbotsschilder sind schon so eine Sache, und es scheint so, dass sie entweder nicht verstanden oder wissentlich ignoriert bzw. zum Anlass genommen werden, genau das Gegenteil zu tun. Daher überlege ich, ob nicht so- genannte „Erlaubt“-Schilder einfacher wären.

 

Da gibt es zum Beispiel das Verbotsschild an einem nahegelegenen Kinderspielplatz (siehe auch Blog Die Ge- schichte eines Kinderspielplatzes), das eigentlich genau vorgibt, was nicht erlaubt ist.

 

Nun sehe ich dort unter anderem täglich mehrfach einen Hundebesitzer mit einem Kampfhund eine Abkürzung nehmen. Der Hund ist zwar meistens angeleint, trägt aber keinen Maulkorb, und ich stelle mir vor, was passieren könnte, wenn einmal ein Kleinkind freudestrahlend auf den Hund zuläuft.  Des Weiteren taucht meistens nach Fei- erabend eine Blondine mit einem Minihund auf, den sie dann, wenn der Kinderspielplatz leer ist, frei herumlaufen, in der Sandkiste buddeln und sein Revier markieren lässt, obwohl es nur ein Stück weiter einen öffentlichen Hun- deauslaufplatz gibt.

 

Dann gibt es noch die Jugendlichen und Erwachsenen, die allerdings meistens erst abends oder nachts auf dem dann eigentlich geschlossenen Kinderspielplatz auftauchen, dort rauchen, das eine oder andere Spielgerät „aus- probieren“, sich mit Graffitis verewigen, ihr „Feierabendbierchen“ trinken (oder ähnliches) und oft aus Versehen ihren Müll vergessen, den die Kinder dann unter anderem am nächsten Morgen vorfinden.

 

Im nahegelegenen Stadtpark trifft man dann geballt auf Verbotsschilderignoranten bzw. Verbotsschilder-Nicht-versteher:

 

- die, die nicht auf den ausgewiesenen Grillflächen, sondern direkt unter den Bäumen grillen, weil es dort so schön schattig ist

- die, für die es grundsätzlich keine Anleinpflicht für ihre Hunde gibt, auch, wenn der Hund mal ein paar Gänse oder Enten jagt oder auf andere angeleinte Hunde losgeht, denn schließlich muss dieser sich ja auch mal richtig austoben und -bellen

- die, die ferngelenkte kleine Schnellboote auf dem kleinen See fahren lassen, auch wenn dort gerade Entenmütter mit ihren kleinen Küken unterwegs sind (mal abgesehen von dem Lärm, die diese Boote beim Beschleunigen und Abbremsen machen)

- die, die ihren Müll lieber in den See oder in die Büsche entsorgen. Diese kleinen, grauen Mülltonnen kann man leicht übersehen und stehen oft zu weit auseinander, so dass man schon ein paar Meter gehen müsste. Außerdem passen größere Sachen dort nicht hinein

- die, die den Park zur allgemeinen Partyzone erklärt haben und kein Verständnis für Ruhezeiten und/oder gestres- ste Stadtbewohner aufbringen, die einfach mal etwas Ruhe und Natur genießen möchten. Die können ja zu Hause bleiben oder in den Wald fahren.

 

Wenn denn nun also Verbotsschilder sowieso generell ignoriert werden und eigentlich nur dazu da sind, um Kindern zu zeigen, was verboten ist, aber die Erwachsenen trotzdem tun, dann könnte man doch wirklich einmal ernsthaft über sogenannte „Erlaubt“-Schilder nachdenken. Außerdem würde doch zum Beispiel ein „Spielen-Erlaubt“-Schild auf einem Kinderspielplatz doch viel freundlicher wirken und gleichzeitig bedeuten, dass alles andere außer Spielen dort verboten ist. ;)

 06.07.16 ©Zarahzeta2016

 

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Verbotsschild

                                 "Für Hunde verboten"

 

 

 

Der Vorführeffekt

 

Der Vorführeffekt ist schon eine seltsame Sache.

 

Da hatten wir doch vor ein paar Tagen Papierstau im Drucker bei jeder Seite - nichts ging mehr. Wir hatten alles versucht: Gestautes Papier entfernt, nach etwaigen hängengebliebenen Papierschnitzeln gesucht, sämtliche Wal- zen gedreht, anderes Papier ausprobiert, mehrfach das Gerät aus- und wieder ein- geschaltet. Schließlich hatten wir dann nach dem ca. 50. Papierstau aufgegeben, das Gerät ausgeschaltet gelassen und den Wartungsdienst angerufen. Der Mechaniker kam auch recht zügig, schaltete den Drucker wieder an und … alles funktionierte ganz normal (?). Der Monteur konnte ansonsten nichts weiter feststellen und redete immer vom sogenannten Vor- führeffekt. Bis heute ist es uns ein Rätsel, wie sich der Defekt von alleine behoben hat.

 

Witzigerweise passierte dann einen Tag später wieder ein sogenannter Vorführeffekt im Supermarkt am Leergutautomat:

 

Eine junge Frau steckte ihre Pfandflaschen in das Gerät, und es kam wie leider so oft dazu, dass aus irgend-welchen Gründen eine Flasche nicht angenommen wurde. Die junge Frau klingelte nach dem Personal, was sich aber zunächst nicht blicken ließ. Inzwischen hatte sich eine beachtliche Warteschlange hinter ihr gebildet. Nach nochmaligem Klingeln kam dann endlich Hilfe, und die junge Frau schilderte kurz ihr Problem. Der Angestellte nahm die besagte Flasche, steckte diese in das Gerät, und was passierte? Richtig! Das Gerät nahm plötzlich problemlos die Flasche an. Auch der Verkäufer erwähnte lächelnd den sogenannten Vorführeffekt und erklärte, dass man in solch einem Fall die betroffene Flasche ein paar Mal ganz bestimmt drehen müsse etc. (?).

 

Ich finde das hochinteressant und denke, dass ich diesen sogenannten Vorführeffekt einmal genauer unter die Lupe nehmen und studieren werde! ;)

 15.05.16©Zarahzeta2016

 

 

Eingeparkt:

 

Es ist mir ein völliges Rätsel, wie immer wieder solche Situationen zustande kommen können, dass ein Auto so zugeparkt wird, dass absolut kein Wegkommen mehr möglich ist.

 

Gerade erst gestern wieder hat es ein älteres Ehepaar getroffen, das wirklich alles versucht hat, um rückwärts aus der Parklücke zu kommen. Dort hatte sich nämlich quer in der Mitte der Straße ein anderer Wagen hingestellt und machte so ein Ausparken ihres PKW's unmöglich. Schließlich musste das Ehepaar nach einer halben Stunde aufgeben und bei der Polizei anrufen.

 

Nach einer weiteren halben Stunde erschien dann das Ordnungsamt, um erst einmal die Lage aufzunehmen und alles mit Fotos zu dokumentieren. Dann wurde ein Abschleppwagen gerufen, der wiederum erst nach ca. fünfzehn Minuten vor Ort war. Das Aufladen des falschgeparkten PKW's auf den Abschleppwagen hat erneute fünfzehn Minuten in Anspruch genommen. Nach insgesamt fast eindreiviertel Stunden konnte das ältere Ehepaar endlich nach Hause fahren, und das alles nur, weil jemand sie komplett eingeparkt hatte.

 

Ich frage mich nur, was da passiert ist. Ist es Rücksichtslosigkeit und/oder Gedankenlosigkeit, was nun auch noch für den Verursacher selbst viel Zeit, Ärger und insbesondere Geld kostet?

 

Interessanterweise passierte folgende Szene in der Zeit, während das Ehepaar auf das Ordnungsamt gewartet hatte: Ein paar Meter weiter wollte sich ein anderer Wagen ebenfalls quer in der Mitte der Straße hinstellen, und zwar so, dass ein dort rückwärts eingeparktes, eigentlich schwer zu übersehenes Wohnmobil höchstens einen Meter aus seiner Parklücke hätte fahren, sprich: auch nicht hätte ausparken können. Erst nachdem das Ehepaar den Fahrer darauf hingewiesen hatte, ist dieser schließlich nach kurzem Überlegen weitergefahren.

 

Vielleicht ist es ja doch eher Dumm- oder Blindheit oder alles zusammen? Es scheint auf jeden Fall so zu sein, dass, wenn erst einmal einer damit anfängt, sich mit seinem Wagen falsch hinzustellen, auch wenn so andere Autofahrer damit blockiert werden, sich dann weitere ohne großes Nachdenken anschließen, denn schließlich steht der eine ja auch so.

01.04.16 ©Zarahzeta2016

 

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Achtung Straßenverkehr! ;)

 

 

 

Sturheit im Straßenverkehr:

 

Neulich morgens während des Zähneputzens beobachte ich folgende Szene:

 

Ein tiefergelegter Wagen kommt vom Krankenhausgelände gefahren und möchte links in die enge, aufgrund von am Straßenrand geparkten Autos nur im Wechsel einspurig befahrbare Straße einbiegen. Ein anderer PKW steht in der Einfahrt im Halteverbot, so dass ein Einbiegen und vor allem die Einsicht in die Straße nach links etwas schwierig ist.

 

Dieser tiefergelegte Wagen will nun einbiegen und trifft auf Gegenverkehr. Drei Autos aus der Gegenrichtung stehen ihm gegenüber! Der tiefergelegte Wagen steht halb auf der Straße und macht dadurch seinerseits das Vorbeikommen schwierig. Nun stellt sich der Fahrer stur, denn schließlich ist ja der Falschparker schuld!

 

Phase 1: gegenseitiges Anstarren!

 

Phase 2: Nach ca. 1 Minute fängt der Gegenverkehr an zu hupen, damit der Fahrer des tiefergelegten Wagens ein Stück zurück fährt und ein Vorbeifahren ermöglicht.

 

Phase 3: Der Fahrer des tiefergelegten Wagens dreht die Seitenscheibe herunter und fängt an, die anderen Verkehrsteilnehmer wüst zu beschimpfen. Außerdem wolle er jetzt die Polizei holen … wegen des Falschparkers!

 

Phase 4: irritiertes Schweigen des Gegenverkehrs (mittlerweile sind es 4 Autos) – der erste Wagen versucht die Flucht nach vorne und quält sich mühselig, an dem halb auf der Straße stehenden, tiefergelegten Wagen vorbei. Kommentiert wird die Aktion von dessen Fahrer mit dem Gebrüll: „Da kommt doch noch ein Laster durch!!!“

 

Phase 5: Das nächste Auto kommt nicht durch, da es breiter als sein Vorgänger ist. Nach 5 Minuten wildem Angebrülle und nunmehr Hupen des 4. im Gegenverkehr stehenden Wagens findet der Fahrer des tiefergelegten Wagens nach noch dreimaligem Gegenhupen auf einmal den Rückwärtsgang und macht mit lautem Protest-gasgeben den Weg frei.

 

Endphase: Der Gegenverkehr sucht das Weite – der immer noch wutentbrannte Fahrer des tiefergelegten Wagens schimpft ihnen hinterher bis er sie nicht mehr sieht, um sich dann in die gewünschte, nunmehr freie Richtung mit lautem Gasgeben und sehr hoher Geschwindigkeit von dannen zu machen.

 

Morgen putze ich mir meine Zähne etwas später, damit ich die Hände frei zum Fotografieren habe. Versprochen! :D

 

06.03.16 ©Zarahzeta2016

 

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"Parkchaos"

 

 

 

Der Parkplatz - Die Kunst des Parkens!

 

Man stelle sich mitten in der Stadt einen großen Sandparkplatz ohne Parkplatzmarkierungen vor. Es gibt nur ein paar gepflasterte Fahrwege, die über diesen Platz führen. Der tägliche Parkablauf ist nahezu gleich:

 

Morgens ist der Parkplatz noch ziemlich leer. Die neu ankommenden Autoparker orientieren sich zunächst an den linienvorgebenden Fahrwegen, und die Fahrzeuge werden nebeneinander geordnet an den Fahrwegrändern abgestellt. Dahinter entsteht dann eine zweite Autoreihe, so dass die einen nach vorne und die anderen nach hinten ausparken können. Danach wird eine große freie Zwischenlücke gelassen und eine neue Doppelparkreihe, die genau wie die Vorgängerin linear angeordnet wird, entsteht usw., bis der gesamte Parkplatz voll ist.

 

Nun eröffnen einige Autoparker einzelne Querparkreihen zwischen den Doppelparkreihen, die nicht nur optisch zu einigen Irritationen führen, sondern sehr häufig auch das Ausparken aus den Doppelparkreihen erschweren.

 

Das eigentliche Kunstwerk entsteht, indem zusätzlich zu diesen Querparkern und den sogenannten Egalparkern, die ihr Fahrzeug irgendwie irgendwo abstellen, die Anordnung der Reihen auch noch durch übergroße Fahrzeuge (wie z.B. Lieferwagen/Wohnmobile) im Laufe des Vormittags verrückt wird.

 

Spätestens mittags ist somit nicht nur das ganze optische Bild durcheinander gebracht, sondern die Verwirrung bei den Autofahrern so groß, dass kollektiv direkt an einer Doppelparkreihe grenzend eine dritte Parkkolonne gebildet wird, wodurch die Fahrzeuge in der nunmehr entstandenen „Mitte“ komplett eingeparkt werden.

 

Am frühen Nachmittag ist das Kunstwerk vollendet: Neben verwirrten Parkplatzsuchenden, interessanten und oftmals polizeibetreuten Ausparkmanövern sowie kleinen Blechschäden und Abschleppaktionen kommt es nicht selten vor, dass irgendwo auf dem großen Platz eingeparkte Autofahrer einsam in ihrem Fahrzeug sitzen und minutenlang durch Dauerhupen auf ihre Situation aufmerksam machen möchten.

 

05.01.16  ©Zarahzeta2016

 


 

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